Agiles Vorgehen nach Scrum

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Wann ist agiles Vorgehen (nach Scrum) sinnvoll?

Vielleicht haben Sie bereits von Scrum gehört und fragen sich, was genau es damit auf sich hat und ob es sinnvoll wäre, Scrum in Ihrem Unternehmen zu nutzen?
Scrum beschreibt eine agile Methode mit der sich Projekte managen und organisieren lassen. Diese Methode ist nicht nur dafür geeignet die Entwicklung Ihrer Unternehmensprozesse voranzutreiben, sondern kann auch zu einer Optimierung der Selbstorganisation in Ihrem Unternehmen schaffen. Scrum ist besonders für seine engen Kommunikationsstrukturen bekannt, die den Überblick und die Projektorganisation im Team übersichtlich und strukturiert managed. Neben einer statischen Projektorganisation werden bei Scrum jedoch nur die Ziele im Vorfeld definiert. So kann sich der Projektablauf individuell und flexibel in vorab definierten Zeitintervallen, so genannte Sprints (meist 1-2 Wochen) gestaltet werden. Somit bietet Scrum die Möglichkeit, den Teams, die crossfunctional beziehungsweise interdisziplinär zusammengesetzt sind,  die Freiheit den Weg dorthin selbst zu gestalten.
Bei der agilen Projektmethidik nach Scrum gibt es verschiedene Rollen, die Ihre Mitarbeiter in den Teams annehmen können:
Die drei zentralen Rollen sind der Product Owner, der Scrum Master und das Entwicklungsteam. Jeder einzelne davon bekommt eine eigene Management-Funktion mit spezifischen Verantwortlichkeiten und Aufgaben zugewiesen. Nur wenn diese perfekt miteinander harmonieren, können Projekte erfolgreich verlaufen.

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Der Scrum Master fungiert als Moderator und Dienstleister. Er organisiert in dem terminierten Prozess die Kommunikation innerhalb des Entwicklungsteams und der "Außenwelt". Außerdem überwacht er die Einhaltung der Regeln und Werte innerhalb des Projektablaufs, um das Team erfolgreich durch den Sprint zu geleiten. Dazu zählen auch die Bereitstellung notwendiger Mittel und Ressourcen, die Beseitigung von möglichen Hindernisse und die Vermittlung zwischen dem Product Owner und dem Entwicklungsteam. Der Scrum Master dient als 'neutraler' Dienstleister und ist daher nicht direkt in inhaltliche Entscheidungen einbezogen.

Der Product Owner vertritt die Interessen des Kunden. Er fungiert als Auftraggeber und kann auch der Kunde selbst sein. Sein größtes Interesse besteht darin, das entstehende Produkt mit höchster Qualität entwickelt wird. Außerdem ist er für die Verwaltung des Backlogs zuständig und legt fest, in welcher Reihenfolge die einzelnen Tanks erledigt werden sollen.
 

Das Entwicklungsteam nimmt die ausführende Rolle im Team ein. Das Team ist multidisziplinär zusammengestellt und ist für die Delivery des Produkts am Ende jedes Sprints zuständig. Zusammen sorgen die Mitglieder dafür, dass das Produkt den Vorstellungen und Wünschen des Kunden entspricht. Durchschnittlich besteht ein Entwicklungsteam aus drei bis neun Personen, die Ihre Arbeit und Aufgaben eigenverantwortlich organisieren. Das Team ist hierbei für alle Arbeiten, von der Analyse, über Entwurf, Entwicklung Tests und Dokumentation, am entwickelten Produkt zuständig.

Welches sind Indikatoren für die klassische Projektlieferung (nach “Wasserfall”)?

  • Beide Parteien können das Projektziel sehr genau definieren. Der Weg dorthin ist klar strukturierbar. Es existiert eine hohe Planungssicherheit.
  • Der Auftraggeber kann sehr genau beschreiben, was er als Projektziel haben möchte und verfügt auch über eine entsprechende technische Kompetenz (so dass während der Projektlieferung kaum weitere Beratungsleistung notwendig wird und sich das Projektziel nicht wesentlich ändert. Nichts führt zu mehr Unsicherheit als stetige Change Requests)
  • Letztendlich immer dann, wenn es sich um Standards handelt (also die Aufwände, Risiken, etc. Vorab sehr bekannt sind).

 

Und die Indikatoren für eine Agile Methodik?

  • Es existiert eine Vision eines Projektzieles, aber eben kein konkret beschreibbares Ergebnis.
  • Der Auftraggeber wird an der Lieferung der Leistung mitwirken – z.B. als Product Owner oder im Development Team.
  • Der Auftraggeber verfügt nicht über genug technische Expertise im Cloud-Umfeld und benötigt hier deutliche Unterstützung durch projektbegleitende Beratung (die Vision kann also immer neue Aspekte dazu gewinnen)

 

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Lutz Buchholz, Projektmanager Innovations ON GmbH
Lutz Buchholz
Cloud Engagement Manager

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